Archiv der Kategorie 'Frauenkampf'

Der 1.Mai in Mannheim

1.Mai2014

Auf der Demonstration des DGB beteiligten sich dieses Jahr 350-400 Menschen am Antikapitalistischen Block. Dies ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den letzten Jahren. Zu verdanken ist das unserer Meinung nach dem neu gegründeten Antikapitalistischen Bündnis Mannheim, an welchem wir uns beteiligen. Durch ein buntes und entschlossenes Auftreten gelang es, verschiedene Kämpfe inhaltlich auf der Straße zusammenzuführen und eine systemüberwindende Perspektive zu vermitteln. Im Vorfeld konnten viele kleine aber feine Akzente gesetzt werden, welche den 1.Mai aus antikapitalistischer Sicht in Mannheim erfolgreich abrundeten. Wir wollen uns allerdings nicht ausruhen, sondern vielmehr dafür sorgen das das noch junge Bündnis weiter an Fahrt aufnimmt.

Im Anschluss an die Gewerkschaftsdemo unterstützten wir die Mobilisierung gegen den Aufmarsch der NPD-Faschisten in Kaiserslautern. Auch wenn es nicht gelang den Aufmarsch komplett zu verhindern halten wir die Aktionen mit weit über 2000 Gegendemonstranen_innen für einen Erfolg. Nur aufgrund der verlogenen Polizeitaktik ist es den Nazis gelungen in Kaiserslautern eine stark verkürzte Route zu laufen.

Als Klasse Kämpfen!-Die Perspektive heisst Kommunismus!

Ausführlicher Berich und Bilder
Bundesweiter Aufruf
1.Mai Zeitung
Antikapitalistischer Aufruf
Bericht der Antifaschistischen Jugend Kaiserslautern

Heraus zum Revolutionären 1. Mai 2014 in Mannheim

1mai14

Der 1.Mai steht vor der Tür. Auch in diesem Jahr wird dieser Tag für uns Anlass sein, mit Veröffentlichungen und Straßenaktionen für eine revolutionäre Perspektive einzutreten. Zusammen mit linken und revolutionären Kräften von vor Ort und aus dem ganzen Bundesgebiet haben wir einiges vor. Mit einer überregionalen Zeitung, Hintergrund-Veranstaltungen, einem antikapitalistischen Bereich auf der traditionellen Gewerkschaftsdemo, sowie einer Mobilisierung gegen einen Aufmarsch von Faschisten, machen wir deutlich, dass der 1. Mai auch heute noch für den umfassenden Kampf um eine solidarische Gesellschaftsordnung steht.

Der 1.Mai als internationaler Kampftag, ist 1889 aus entschlossenen ArbeiterInnenkämpfen für den 8-Stunden-Tag hervorgegangen, er ist ein zentrales Symbol für den Kampf der Klasse der Lohnabhängigen gegen die Macht des Kapitals und für eine sozialistische Gesellschaftsordnung.

Termine zum revolutionären 1.Mai
Bundesweiter Aufruf
1.Mai Zeitung
Weitere Infos

Weitere Informationen zu den Protesten gegen den Faschisten Aufmarsch in Kaiserslautern:
Antifaschistische Jugend Kaiserslautern
Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim

Perspektive Kommunismus gegründet!

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Anfang April haben revolutionäre Gruppen aus Hamburg, Berlin, Mannheim, München, Stuttgart und Villingen-Schwenningen, die Perspektive Kommunismus gegründet. Schon länger verfügen wir, die beteiligten Gruppen, über gemeinsame Erfahrungen in verschiedenen überregionalen politischen Kampagnen, beispielsweise gegen imperialistische Kriege oder reaktionäre und faschistische Strömungen. Wir sind uns einig in der Notwendigkeit einer bundesweiten, aktionsorientierten und revolutionären kommunistischen Organisation. Mit dem Projekt Perspektive Kommunismus wollen wir dazu beitragen, die Basis für eine solche Organisation zu schaffen und der Zersplitterung der revolutionären Linken in der BRD entgegen zu wirken. Von einem proletarischen Klassenstandpunkt aus wollen wir die Perspektive einer klassenlosen Gesellschaft, des Kommunismus, wieder auf die Tagesordnung setzen.

Wir verstehen uns dabei weder als loser Zusammenschluss noch als feste, quasi „fertige“ Struktur. Die Perspektive Kommunismus soll vielmehr ein erster Schritt, hin zu einer, noch mit weiteren Kräften zu entwickelnden, revolutionären Organisation sein.

Ein politischer Grundlagentext, Aufrufe zu gemeinsamen Mobilisierungen und Infos zu den beteiligten Gruppen finden sich auf unserer neuen Homepage:
perspektive-kommunismus.org

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Heraus zum Frauenkampftag am 8. März 2014

8marz

Seit mittlerweile über 100 Jahren gehen Frauen am 8. März auf die Strasse um für ihre Rechte zu demonstrieren.
Zum internationalen Frauenkampftag wird am 8. März 2014 in Stuttgart eine Demonstration stattfinden.
Aus Mannheim gibt es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug. Zugtreffpunkt

Link:Aufruf

Am 6.3 wird es eine Veranstaltung im Infoladen Mannheim geben.
Der 8. März steht seit über 100 Jahren für Frauenkampf und Feminismus. Die Rote Aktion Mannheim und der Infoladen Mannheim veröffentlichen aus diesem Anlass eine Neuauflage einer Frauenbroschüre der Kommunistin Käthe Dunker. Seit Jahrzehnten nur noch auf Mikrofilm zugänglich erblickt ihr kämpferischer Text nun endlich wieder das Licht des Schwarz auf Weiß-Druckes.
Die Broschürevorstellung wird in gemütlichem Rahmen am 6. März im Mannheimer Infoladen in den Räumlichkeiten des JUZ Friedrich
Dürr Stattfinden. Mit leckerem Kaffee und Kuchen werden wir uns gemeinsam in den Text einlesen und über diesen diskutieren.

BEGINN 19 Uhr

Wo? Infoladen im JUZ Friedrich Dürr Mannheim

Gegen ein Europa des Kapitals! Blockupy 2013

bp2013

Vom ‬31. Mai bis zum 1. Juni gab es in Frankfurt a.M. wieder Blockadeaktionen im Bankenviertel rund um die Europäische Zentralbank (EZB), zahlreiche Aktionen und eine Großdemonstration gegen die kapitalistische Krisenpolitik.
Die Akteure und Profiteure der kapitalistischen Krise wurden mit dem Protest und Widerstand tausender Menschen konfrontiert. Ihre Antwort war erneut ein massiver Polizeieinsatz, mit zahlreichen Verletzten, Hunderten die stundenlang eingekesselt wurden und mehreren Festnahmen. Die Polizeiangriffe konnten jedoch vielfach durch entschlossene und kollektive Aktionen beantwortet werden.

Artikel Junge Welt
Aufruf
Blockupy

„Rechte Traditionen durchbrechen“

fs

Vom 23.-25. November 2012 findet in Stuttgart ein außerordentlicher Burschentag der „Deutschen Burschenschaft“ (DB) statt. In der DB sind über 100 Burschenschaften – also schätzungsweise zehn Prozent aller Verbindungen in Deutschland – vertreten, von denen die meisten keine Berührungsängste mit der extremen Rechten haben. Der außerordentliche Burschentag in Stuttgart ist, wie aus einem internen Rundbrief der DB hervorgeht, anberaumt worden, um einer möglichen Spaltung vorzubeugen. Innerhalb der DB gibt es nämlich Streit zwischen einer rechtskonservativen Minderheit und dem radikal-völkischen Flügel, der überwiegend in der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ organisiert ist.
Anders als andere Verbindungen verstehen Burschenschaften sich als politische Organisationen. Sie nehmen nur „deutsche“ Männer auf, gewöhnlich keine Kriegsdienstverweigerer, tragen Farbe und locken junge Menschen meist mit Wohnungsmöglichkeiten und einem angeblich vorhandenen sozialen Netz.
Ihre politischen Themen sind eng gebunden an die Themen ihres Wahlspruchs „Ehre, Freiheit, Vaterland“. Hier offenbart sich völkische Ideologie als Kern burschenschaftlichen Denkens. So ist auch die erste Burschenschaft, die „Jenaer Urburschenschaft“ 1815 unmittelbar aus der völkischen Bewegung heraus entstanden, die eine Konsequenz des preußischen Feldzuges gegen Napoleon 1813 war. Auch haben sie mit einem offen antisemitischen Auftreten kein Problem, genau so wenig jedoch damit gegen Migrant_innen zu hetzen oder für ultrareakionär – patriarchale Ansichten einzustehen. Frauen haben in ihren Reihen nichts zu sagen, sondern sind nur ihre Lustgöttinnen und die dekorativen Zierden an ihrer Seite.
Was wir von reaktionären Seilschaften und ihren patriarchalen Vorstellungen halten, wollen wir den Burschis in Stuttgart kreativ und entschlossen zeigen. Wir wollen unseren Protest auf die Straße tragen. Haltet euch also auf dem Laufenden, was die Mobilisierung gegen den außerordentlichen Burschentag 2012 in Stuttgart betrifft, und beteiligt euch an den Protesten!

Gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus!
Burschis entschlossen entgegentreten!

Link zum Aufruf:Frauengruppe Stuttgart

INFOVERANSTALTUNG: am 22.11. um 20UHR im Infoladen Mannheim mit Referentinnen aus Stuttgart

8. März – Heraus zum Internationalen Frauenkampftag!

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„Wenn eine Frau zur Realität durchdringt, lernt sie ihren Zorn kennen, und das heißt, sie ist bereit zu handeln.“*

Am 8. März 2012 jährt sich der Internationale Frauenkampftag zum 101. Mal. Von Clara Zetkin im Jahr 1910 in Kopenhagen initiiert, hat sich dieser Tag als Symbol von Frauenrechtskämpfen auf der ganzen Welt etabliert. Das erste Ziel, das Wahlrecht für Frauen zu erlangen, wurde 1919 erreicht, doch von echter Gleichstellung von Männern und Frauen kann noch lange nicht die Rede sein.
Dass der Kampf um Gleichberechtigung der Geschlechter ein langwieriger ist, wird deutlich, wenn mensch die zeitlichen Abstände betrachtet, die zwischen den Erfolgen liegen. Die Bestrebungen von Frauen werden nur schleppend in Gesetzen verwirklicht und selbst dann werden sie unzureichend durchgesetzt.
Es ist erschreckend, dass die Vergewaltigung in der Ehe erst seit 1997 auf Antrag und seit 2004 als Offizialdelikt strafbar ist, ebenso erschreckend ist es, dass Frauen im Fall einer Schwangerschaft heute noch nicht selbst über ihren Körper verfügen dürfen, sondern sich den gesetzlichen Regelungen beugen müssen, da nach § 218 ein Schwangerschaftsabbruch immer noch ein Strafbestand ist. Viele Menschen ruhen sich auf den Errungenschaften der Vergangenheit aus und argumentieren, dass es in der BRD im Verhältnis zu anderen Ländern vergleichsweise gut für den weiblichen Teil der Bevölkerung aussähe. Doch immer noch sind besonders Frauen von Ausbeutung und Unterdrückung betroffen, auch wenn dies aufgrund der gesetzlichen Gleichberechtigung seit 1958 nicht mehr so offensichtlich ist. Wir brauchen aktuell mehr als irgendwelche Gesetze ein Umdenken in der Gesellschaft, das die Geschlechterstereotypen auflöst.
Doch wie kommt es überhaupt zu dieser Ungleichheit? Schon von dem Moment der Geburt an werden Kinder in den Rollen „Junge“ und „Mädchen“ sozialisiert, welchen willkürlich Eigenschaften zugeschrieben werden. Sie werden unterschiedlich gekleidet, Jungen sollen stark, wild, aktiv und neugierig sein, Mädchen hingegen freundlich, nachgiebig, passiv und fürsorglich. So entstehen auch typische Jungen- oder Mädchenfächer in der Schule und letztendlich auch typische Frauen- oder Männerberufe. Dabei fällt auf, dass typische Frauenberufe wie Erzieherin oder Bürofachangestellte schlechter bezahlt sind als etwa Ingenieure.
Wenn einige Frauen aus der sogenannten Oberschicht in höheren Positionen vorzufinden sind, so heißt es nicht zwingend, dass sie einen Mann daheim sitzen haben, der auf ihre Kinder aufpasst und den Haushalt schmeißt. Vielmehr können es sich finanziell gut situierte Frauen leisten, diese Arbeiten an finanziell schlechter gestellte Menschen, meistens ebenfalls Frauen, abzutreten. Dies ist ein weiterer Grund dafür, weshalb die Doppelbelastung Mutter+Lohnarbeiterin besonders solche Frauen trifft, die in weniger gut bezahlten Jobs arbeiten. Ein weiterer erschwerender Faktor ist, dass es zu wenige Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder gibt. Frauen werden häufiger nicht eingestellt, da die Möglichkeit besteht, dass sie schwanger werden können und deshalb aussetzen müssten, auch sperren sich deutsche Arbeitgeber_innen immer noch häufig gegen flexiblere Arbeitszeitmodelle.
Immer noch verdienen Frauen in der BRD etwa 25% weniger im Vergleich zu ihren männlichen Mitarbeitern, ungefähr ein Drittel aller Frauen arbeiten im Niedriglohnsektor und in unsicheren Verhältnissen, dazu kommt die Doppelbelastung durch unbezahlte Hausarbeit (Reproduktionsarbeit). Dadurch entsteht besonders im Alter eine unsichere finanzielle Situation für Frauen.
Männer setzen daher nicht nur aufgrund der vorhandenen Geschlechterrollen in der Gesellschaft, die besagen, dass die Frau für die Familie da sein und der Mann als der Ernährer der Familie fungieren soll, für die Erziehung eines Kindes aus, sondern auch ganz einfach aus ökonomischen Gründen, da sie in ihren Berufen mehr verdienen können. Das alles zeigt uns, dass Frauenrechte nicht in die Verwertungslogik des Kapitalismus passen.
Männer müssen von ihrer privilegierten Stellung abrücken, der Kapitalismus muss überwunden werden. Zudem ist es sinnvoll, Kindererziehung und Hausarbeit zu kollektivieren, wie es schon die russische Revolutionärin Alexandra Kollontai vorgeschlagen hat.
Auch in den sogenannten „fortschrittlichen“ Ländern ist die Gleichstellung von Männern und Frauen noch nicht erreicht, deshalb bringt es auch nichts, auf Länder zu verweisen, in denen Frauen noch mehr diskriminiert werden.
Das Argument „das war doch aber schon immer so“ lassen wir nicht mehr gelten, die vorherrschenden Rollenbilder müssen dekonstruiert werden!
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Für eine emanzipierte und befreite Gesellschaft ohne Unterdrückung!
Für einen revolutionären Aufbauprozess! Für den Kommunismus!

*Mary Daly


Veranstaltungen zum Internationalen Frauenkampftag:

Dienstag, 6.3.2012 Film „With Babies & Banners“ und Vokü im JUZ Friedrich Dürr Mannheim
Donnerstag, 8.3.2012 Film „We Want Sex“ und Vokü im JUZ Friedrich Dürr Mannheim
Samstag, 10.3.2012 Gemeinsame Zugfahrt nach Stuttgart – Kundgebung zum Internationalen Frauenkampftag
Zugtreffpunkt: Samstag, 12:10 Uhr am Eingang des Hbf Mannheim

weitere Infos: 8.März Stuttgart

8.3.2011 internationaler Frauenkampftag